INNA-Vorstandsmitglied Anne-Marie Rufer bei einem Treffen mit Frauen in Nablus.
„Die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Durchsetzung von Frauenrechten sind die entscheidenden Faktoren für eine menschenrechtsbasierte, sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften.“ (BMZ, 2019)
In Übereinstimmung zur Grundhaltung des BMZ knüpfte eine Gruppe von Nürnbergerinnen anlässlich der ersten Kennenlern-Reise von INNA nach Nablus im April 2018 Kontakte zu Frauen-Organisationen und -projekten der palästinensischen Zivilgesellschaft. Aus der Begegnung folgte ein Jahr später der Gegenbesuch von 5 Nablus-Frauen nach Nürnberg, die hier ein volles Programm von Gesprächen, Begegnungen mit Frauen und Frauenprojekten erlebten. Die Reaktionen der Gäste von “Wie können wir dieses oder jenes Ziel auch erreichen?“ wie aber auch „Das ist bei uns genauso!“ führten zu etlichen Projektideen. Wir hatten sie in unserem Gepäck, als wir 2019 und 2022 die engen Kontakte und angefangenen Gedanken in zwei weiteren Reisen nach Nablus vertieften. Als Beispiele dazu seien hervorgehoben, die pot. Weiterentwicklung von Gender-Mainstreaming-Prozessen in der Stadtverwaltung, die Ausbildungsmöglichkeiten von Frauen mit geringem Einkommen wie auch eine Unterstützung von Handwerkerinnen v.a. in der traditionellen Tatreez-Stickerei.
Corona allerdings – das Nablus besonders bedrohte, machte eine Umsetzung vorerst unmöglich, so wie inzwischen auch die politischen Unruhen im besetzten Land das Leben in Nablus sehr beeinträchtigt und andere Aufgaben in den Vordergrund drängen.
INNA bleibt dran, an der Umsetzung der Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit unserer Partnerinnen in Nablus.
Anna-Maria Rufer